Sandboarding in Huacachina – Misson accomplished

Mission von m333: „mit Heuler-Affen die gigantischen Sanddünen von Huacachina surfen“

Huacachina ist ein kleine Oase ca. 6 Sunden von Lima entfern und die einzige Oase in Südamerika. Umgeben von bis zu 200m hohen Sanddünen schmückt das Bilde der Oase sogar den 50 Soles Schein. Zu behaupten diese Oase wäre ein Ort der Ruhe und Entspannung wäre ein wenig geflunkert.

Trügerische Ruhe

Huacachina – Trügerische Ruhe

Denn zum einen reiten hier am Wochende hunderte Partywütige jugendliche aus der nahgelegene Stadt Ica, ja sogar aus Lima kommen die Leute, ein und zum anderen wird die Ruhe tagtäglich von ausser Rand und Band geratenen Dunebuggies gnadenlos durchbrochen. Die Dunebuggy sind selbst gebaute Sandmonster ohne jegliche Rücksicht auf Normen jeglicher Art und sind wirklich höllisch laut.

Zu jedem Dunebuggy gehört ein total bekloppter Fahrer der gegen Bezahlung in einer achterbahngleichen, nein,eigentlich schlimmeren, Fahrt kreuz und quer durch die Dünen prischt um dann oben angekommen die Fahrgäste auf Sandboards den Abhang runterfahren zu lassen. Und genau deswegen bin ich hier. Da wir erst nach Sonnenuntergang in der Oase eintreffen, nutze ich den Abend um mich mit den anderen Peru Hop Insassen zu sozialisieren. Da ist ein Pärchen aus Brasilien auf Weltreise. Er macht gerade eine Entziehungskur, da seine Leber die letzte Fussballweltmeisterschaft nicht unbeschadet überstanden hat. Schaun, aus England der auf dem Weg in den Amazonas ist um Heilung in einem Ayahuasca-Ritualzu finden, Dan aus Schottland der bereits Heilung in eben einer solchen Zeremonie gefunden hat und ein Pärchen aus Neuseeland um die 60 die ihre Fallschirmsprungschule verkauft haben und nun um die Welt fahren. Ausserdem stechen noch drei 21jährige Holländer aus der Menge. Die sind ganz schön lustig unterwegs und sehr auf Party ausgelegt. Erinnern mich irgendwie an meine Interrailzeit. Ich bin froh meine eigene Unterkunft in einem Hotel abseits der Partymeile gebucht zu haben und bereite mich schon mal Mental auf den morgigen Tag vor. Unterwegs frage ich noch hier und da nach der hiesigen Heuleraffenpopulation, aber man scheint mich nicht zu verstehen, bzw. scheint es keine zu geben.

Nach einem erholsamen Tag am Pool, das Schwimmen in der Oase ist möglich aber nicht zu empfehlen. Das Wasser, einst als Heilwasser bekannt, ist mittlerweile eher ne braungrüne Suppe voller Unrat. Mach ich mich auf zu einem Sandboardverleih Shop. Wenn ich mir schon die Knochen breche, dann wenigstens mit Stil. Üblicherweise gibt es vom Veransttalter ein Brett mit Schlaufen. Stimmt zwar, nimmt man die wortwörtliche Übersetzung von Sandboard, reicht mir aber nicht. Ich leihe mir Schuhe als auch ein Snowboard mit entsprechender Bindung. Auf meine Frage nach den Heuleraffen ernte ich wiederholt nur verständnisloses Achselzucken. Wo zum Teufel sind diese Affen. Sind sie doch Teil meiner Mission.

Gegen 16:00 geht es los, der Buggy fährt gemählich durch die Oase in Richtung Dünen. Einer der vier Reifen is total Platt aber das scheint den Fahrer nicht zu stören. Kaum mit allen Rädern im Sand spielt das wohl auch eine untergeordnete Rolle, wachsen dem Fahrer doch augenscheinlich metaphorische Hörner und der Motor brüllt die Wüste an. Ohne Rücksicht auf die Gesetze der Physik peitscht der Fahrer den Buggy über die Dünen. Durschneidet in unglaublicher Geschwindigkeit tiefe Täler und Abhänge mit über drölfzenhtausend Grad Gefälle und springt über Dünenkäme ins Ungewisse. Ohne Übetrebung ist das die abgefahrenste Fahrt die ich bisher erlebt habe. Adrenalinerfüllt erreichen wir die erste Düne. Und während ich da oben auf demDünenkamm stehe dringen von überall Schreie an mein Ohr. Überall fahren Buggys durch die Wüste und in jedem sitzen ein paar Frauen und einige davon neigen zu spontanen, die Stimmbänder strapzierenden Schreiausbrüchen. Jetzt wird mir auch die Sache mit den Heuleraffen klar.

Die erste Abfahrt bewerstellige ich auf dem Bauch liegend um ein Gefühl für den Sand zu bekommen. Ausserdem hab ich auch noch eine Mission die besagt ich soll heil wieder kommen. Ich bekomme nicht nur ein Gefühl für den Sand sondern auch eine gute Vorstellung davon wie er denn so schmeckt. Ist unten rum etwas trocken und rauh im Abgang, aber ansonsten ganz formidabler Sand. Bei der zweiten Abfahrt bin ich aber schon nicht mehr zu halten und ich durchpflüge den Sand mit dem Brett unter meinen Füßen. So geht es von Düne zu Düne und es macht richtig Spaß. Snowboarden macht auch Spaß ist aber leider durch das vorhandensein von Schnee immer kalt und naß. Hier hingegen hat man diesen kalten, nassen Quatsch einfach durch heißen Wüstensand und gleißende Sonne ersetzt. Yeah! Nach der letzten Düne und ungefähr 8 Abfahrten bringt uns der Buggy in gewohnt manischer Manier auf eine breite Ebene um der untergehenden Sonne und einem fantastischen Tag lebwohl zu sagen. Mission accomplished!

 

Euer SandboardPhil

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5 Responses

  1. Andreas sagt:

    Sehr cool.

  2. M333 sagt:

    Congratulationes Senor Felipe Aleman!

    Mission truly accomplished.
    Sandsurfen…Heuleraffen…Makeshift Dune Buggies im Colt-Seavers-Style on top…tralala!

    Bin auch schon sehr auf die Bilder vom leeren Titicaca-See gespannt…
    Yeah.

  3. Maohl sagt:

    Ui, das schaut aber wirklich lustig aus, musst dann mal genau erzählen wie es sich im Vergleich zu Schnee (ich nehme mal an es kommt eher Tiefschnee gleich) anfühlt.
    Und bezüglich dem Gefälle: Die Zahl Drölfzehn ist ja aus mathematischer Sicht noch nicht hinreichend erforscht (ich arbeite daran), aber wenn, sagen wir mal, Drölfzehntausend modulo 360 < 10 ist, dann wäre es ja eigentlich halb so schlimm. (Sorry, aber bei sowas kann ich nicht anders!)

    Lieben Gruß,

    Maohl

  4. Helmut sagt:

    WOW! Yeah! Have fun!

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