Tokio – Cairns

Meine Tage in Japan sind gezaehlt und ich auf dem Weg zum Flughafen bin ich mir sicher, ich komme wieder. Die Japaner in Tokio sind eine herrliche Ansammlung an schraegen Gewohnheiten und Zurueckgezogenheit die fest mit der Historie und Kultur Japans verwurzelt ist, nur am an anderer, unerwarteter Stelle mit ueberraschender Gleichgueltigkeit uns Europaeern einen Schritt vorraus zu sein.

Am Flughafen checke ich ein, und schon lauft mir das erstemal nach einer Woche ein kalter Schauer ueber den Ruecken. Die nette freundliche Dame der Quantas/Airline hat mir soeben offenbart das mein gebuchter Flug voll ist. Sie beginnt mit dem typischen Entschuldigungsritus. Doch als Sie zwischen den unzaehligen „I am sorry“ die Worte „Business Class“ geschickt einbaut wandelt sich der kalte Schauer in ein warmes Gefuehl im Magen.  Ich erklaere ihr, das ich kein Problem habe einen frueheren Flug zu nehmen auch wenn ich dann leider in der Businessclass sitzen muss. Ich freu mich, finde ihre andauernde Entschuldigerei aber etwas uebrtrieben und versuche ihr klarzumachen, dass sie mir gerade was gutes getan habe. Sie nickt verstaendnissvoll und entschuldigt sich dafuer mich in die Busniessclass gebucht zu haben. Auch ich fange nun an mich zu entschuldigen und nach eine paar Minuten gemeinsames Entschuldigen halte ich das Ticket zu einem ganz neuen Flugerlebniss in den Haenden. An Board stelle ich fest das Businessclass fliegen nichts aber auch wirklich gar nichts mit der Economyklasse zu tun hat, ausser dass man im selben Flugzeug sitzt. So geniesse ich unendliche Beinfreiheit und ein exquisietes drei Gaenge Menue. Erlesen Weine und hervoragenden Service. Und schon bald entschlummere ich um wenig spaeter inkl. meinem Gepaeck in Autsralien zu erwachen.

Es ist 04:50 in der frueh. Der Unterschied zu Japan ist ganz offensichtlich. Die Leute hier sind nicht nur viel groesser als die Japaner. Sie rennen alle rum wie Steve Irwin. Beiges Hemd, kurze Hose und weisse Socken bis zu den Knien hochgezogen. Von denen hat jeder bestimmt schon jeder mindestens ein Krokodil mit den blossen Haenden bezwungen. Mir wird klar, Crocodile Dundee ist keine Fiktion und sehr realitaetsnah. Und das beste, alles sind Kumpels. Die Namensschilder der Zoellner sind lediglich mit dem Vornamen beschriftet und jeder interssiert sich erstmal dafuer wie es einem so geht. Ich freue mich ueber so viel interesse an meiner Person, und erzaehle ausgiebeig das ich gerade Businessclass geflogen bin und aus Tokio komme, wo ich eine Woche verbrachte habe. Und als ich gerade die Fotos rausholen will um Sie dem geneigten Publikum zu zeigen merke ich das mir ueberhaupt niemand zuhoert. Kann es sein das, es sich hier nur um eine Floskel handelt? Mag sein, fuehlt sich trotzdem gut an.

Draussem am Flughafen schlaegt mir die feuchtwarme Luft entgegen. Ich setzte mich auf den Boardstein und warte auf den Bus der mich in die Stadt bringt. Da wird mir ploetzlich klar, welch fatalen gar toedlchen Fehler ich gerade begehe. Ich springe auf und sehe mich um. Glueck gehabt keine giftigen Tiere in Sicht. Auf der gegenueberliegenden Seite hoppst eine kleiner schwarz weisser Vogel auf und ab. Hmmm ob die hier auch giftige Voegle haben? Ich bin mir nicht sicher und behalte den Vogel erstmal im Auge. 

Nach einer kurzen Busfahrt steige ich an der Promenade aus, da die Hostels alle noch geschlossen sind und setzte mich in ein Kaffee. Schon diese kurze Fahrt durch Cairns hat gereicht um festzustellen wie haesslich es hier ist.

Es gibt nur Hotels und Bars und auf den Strassen tummeln sich besoffene Englaender und ihr weibliche Gegenpart, die noch von letzter Nacht uebrig geblieben sind. Ich muss hier ganz schnell wieder weg!! Ich beschliesse mir ein Zimmer zu suchen und festzustellen wie ich hier wieder wegkomme. 

 

You may also like...

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *