Spaceship Enterprise

Die sind die Abenteuer des Spaceship Enterprise, das unterwegs ist um fremde Straende zu entdecken, unbekannte Buchten und neue Kulturen. Die Enterprise dringt dorthin vor, wo noch nie nie ein Mensch zuvor gewesen ist.

Sternzeit 19022008 Kaeptain K.

Wir verlassen den Sternenhafen Auckland und nehmen Kurs auf Paihia, wo wir mit der hiessigen Admiralitaet verabredet sind….

Ja ich hab tatsaechlich das Spaceship Enterprise welches mich in den naechsten 50 Tagen sicher durch die Weiten Neuseelands transportieren wird. Neben der ueblichen Campingausstattung, hat mein Spaceship auch nen DVD-Player mit Monitor an Board. Was durchaus recht praktisch ist wenn man alleine unterwegs ist und es zudem mehrere Tage hintereinander regnet. Zudem kann ich meine DVDs mit allen anderen Spaceships die ich unterwegs treffe tauschen. Mein erstes Ziel ist Paiha, da dort gerade Cindy und Thomas zusammen mit Ihren Eltern weilen. Von Auckland nach Paiha sind es zwar nur ca. 190 Kilometer, aber man sollte die neuseelaendischen Strassen nicht unterschaetzen. Die haben hier mit Sicherheit die meisten Kurven pro Einwohner. Und so ziehen sich scheinbar kurze und zeitsparende Etappen und vermeintliche Abkuerzuengen teilweise deutlich in die Laenge und absurde. 

Auf halber Strecke komme ich an einem Ort Namens Tutukaka an. Hier gibt es eines der 10 schoensten Tauchgebiete weltweit, wenn man Cousteau glauben mag. Die Preise fuer zwei Tauchgaenge gehoeren aber auch zu den Top 10 weltweit und zudem ist mir momentan nicht nach Tauchen. Bin, wie ich bereits geschrieben habe, ein wenig irritiert. Da ist man nun am anderen Ende der Welt aber es sieht nicht aus wie man sich so ein Ende der Welt vorstellt. Sondern viel mehr wie bei uns gleich um die Ecke im Allgaeu. Zudem regnet es in Stroemen, was es nicht wirklich besser macht. Aber der nette Mann, der erste Nette, von der Tauchschule empfiehlt mir die Sandy-Bay fuer die Nacht. Und ich muss sagen es hat was wenn das erste was man in der Frueh sieht

 

ein solcher Strand ist.

Das Wetter hat fuers Erste auch ein Einsehen, auch wenn es nur bis zum fruehen Nachmittag anhalten sollte. Wieder einigermassen motiviert mache ich mich auf den Weg. Unterwegs ruft die Natur und natuerlich geht ein Spaceshipcaptain nicht auf irgendeine Toilette. Nein das sollte schon ne Hundertwassertoilette sein.

(Kein Witz ist wirklich ne originall Hundertwassertoilette)

Erleichtert erreiche ich mein Ziel. Paiha ist eine doch sehr Touristisch gepraegte Stadt. Hier wird mir auch gleich das Verhaeltniss der NZ-Reisenden vor Augen gefuehrt. Spitzenreiter sind vornehmlich Paare fortgeschrittenen Alters (> 65 Jahre) die in riessigen mobilen Campern unterwegs sind. Dicht gefolgt von der gleichen Altergruppe allerdings in kleinen PKWs. Dann kommen schlecht gelaunte, Spiesser so um die 35. Dicht gefolgt von schlecht gelaunten Spiessern so um die 25 (meistens Deutsche oder Franzosen). Und zu guter Letzt ganz normale Backpacker. Gute Laune, freundlich offen und hilfsbereit. Allerdings ist es nicht ganz so einfach eben diese Leute in dem ganzen Tarvellertummult zu finden. Zum Glueck treffe ich rein Zufaellig auf Cindy und Thomas und bin heilfroh mal wieder eine soziale Struktur ausserhalb des eigenen Kopfes und fern von Selbstgespraechen vorzufinden. Wir verbringen zwei Tage zusammen. Als es wieder anfaengt zu regnen mach ich mich weiter auf den Weg zum (fast) noerdlichsten Punkt Neuseelands. Auf ungefaehr halber Strecke zieht ein Schild meine Aufmerksamkeit auf sich.

Am Ende der Strasse befindet sich der Ort „Hihi“. Ich beschliesse hier die Nacht zu verbringen. in der Nacht nimmt der Sturm zu und die Baeume um mich herum beginnen mit ihren Aesten nach mir zu werfen. In der frueh sieht der Hihi-Beach eher wie HarHar-Beach aus.

So viel zu:“Haha i have been to Hihi“. Wieso hab ich Samoa und Vanuatu gestrichen, der Grund dafuer ist mir entfallen. Ungeachtet des Wetters steuer ich die Enterprise durch Wind und Regen weiter auf Cape Reinga, dem noerdlichsten Punkt, zu. Die Strasse dorthin ist steil und schlammig und ich rutsche von einer Strassenseite zur anderen. Schaffe es aber der Berg hinauf und bin am Beginn meiner Reise von Nord nach Sued.

                                                 

(die Nordspitze Neuseelands, Cape Reinga)

Ab jetzt wird alles besser, und tatsaechlich, am nachsten gibts Sonennschein zum Freuhstueck. Ich fahre weiter zum Nintymile-Beach, wobei die Bezeichnung Ninty-Kiliometer Beach treffender waere. Aber es ist ne Menge Strand, und das bester daran ist, dass es eine offizielle Strasse ist.

Natuerlich muss ich mit der Enterprise da rauf und ne Runde drehen. Es dauert ungefaehr 25 Sekunden und ich stecke fest. Bin mittlerweile richtig gut darin mich festzufahren. Ein freundlicher Surfer zieht mich mit seinem 4WD aus dem Sandmassel und meint das naechstemal sollte ich es vielleicht nicht bei Flut probieren. Von da an geht es bergauf. Die Sonne kommt am naechsten Tag und laesst das Land in gleissendem Licht erstrahlen. Und erst jetzt werde ich der, hinter dichten Regenwolken verborgenen, Schoenheit dieses Landes gewahr.

So unaktraktiv es auch bei Regen erscheint, um so schoener ist es wenn die Sonne mal herauskommt. Und hier scheint die wirkliche wahre Sonne, rein und ungefiltert, was man recht schnell merkt. Aber dazu spaeter mehr. Und motiviert durch die sonnendurchflutet Landschaft steuer ich mein naechstes Ziel an. Den groessten Baum den ich bis dato je gesehen habe sollte. Unterwegs versuche ich mal wieder vergebens zu den Leuten die man so trifft freundlich zu sein und gruesse fleissig. Aber das klappt nicht wirklich. Da Lob ich mir Australien, kleine Gesten, grosse Wirkung. Ebenso eine grosse Wirkung hat der besagte Baum. Die Maori nennen Ihn Tane Mahuta, Vater des Waldes. Und das zurecht.

Der kleine schwarze Punkt unten in der Mitte, bin ich sozusagne als Groessenvergleich, und dabei stehe ich noch ungefaehr fuenf Meter vom Baum entfernt. Der Baum wuchs bereits fleissig vor sich hin als Jesus verkuendete das die Leute zur Abwechslung mal nett zueinander sein sollten. Der Wald drumherum erinnert ein wenig an den australischen Regenwald und meine sentimentale Seele frohlockt bei dessen Anblick.

Neuseeland beginnt allmaehlich Sinn zu machen, was man von meinen sauberen Klamotten nicht behaupten kann. Dies sind alle ganz schoen verdreckt und verschwitzt und so relativ sinnlos geworden. Den naechsten Tag verbinge ich damit Waesche zu waschen und mein Spaceship aufzuraeumen. Da der Wetterbericht fuer die naechsten zweit Tage Sonneschein verspricht, mehr als zwei Tage trauen die sich hier nicht vorherzusagen, beschliesse ich unerledigtes nachzuholen. Auf nach Tutukaka und den Poor Knight Islands.

 

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4 Responses

  1. Maohl sagt:

    Meinst du mit der ungefilterten Sonne etwa die Abwesenheit der Ozonschicht?

  2. feedbackboy sagt:

    Die Schutzmechanismen der Enterprise Special Edition funktionieren einwandfrei und lassen sich von einer Sonne dieser Kategorie nicht ins Bockshorn jagen!

  3. Chaos sagt:

    @Feedbackboy
    Klar, wenn man die Hilfsenergie auf die Deflektorschilde umleitet und den Phasenkonverter neu justiert. :)

  4. Chaos sagt:

    @Maohl
    ja, die Abwesenheit der Ozonschicht ist meiner Meinung nach auch fuer diesen extrem blauen Himmel verantwortlich.

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