Neuseelands best gehuetetes Geheimniss

Neuseeland hat eine Schattenseite von der so gut wie gar nicht berichtet wird. Und das ist doch sehr merkwuerdig da sich, ist man dann schon mal in Neuseeland, fast jeder darueber auslaesst. Doch hierzulande hoert man recht wenig ueber die Armee des Schreckens die vor allem auf der Suedinsel einen bis aufs Blut aussaugt. Waehrend der letzten 16 Jahre habe ich alle Neuseelandbesucher die ich getroffen habe, gebeten mir alles schlechte an Neuseeland  aufzuzaehlen, und meistens bekam ich nur als Antwort, es gaebe nichts. Mit dieser Glorifizierung muss schluss sein. Es gibt sehr wohl etwas. Schwaerme von Sandfliegen, die unabhaengig von Tageszeit, Wetter oder sonstigen Einfluessen einen erbarmungsloss attackieren und das Blut absaugen.

sandfliege 

Auch sollte man sich nicht von der Namensgebung irrefuehren lassen. Sandfliegen ignorieren vollkommen das es sie eigentlich nur im Sand geben sollte und bewohnen Straende, Waelder, Wiesen und Fluessetaeler. Sie sind einfach ueberall!  Sandfliegen unterscheiden sich grundsaetzlich von Mosquitos, die im Vergleich geradzu lieblich und friedlich erscheinen. Waehrend Mosquitos unkontrolliert um einen umher schwirren, sich nach einer laengeren Anflugphase dann auf einem beliebigen Hautareal niederlassen und sich mit einer Handbewegung wieder verscheuchen lassen, wissen Sandfliegen genau was sie wollen. Kaum hat man das Auto verlassen stuerzen sich binnen Sekunden Scharren von hunderten dieser etwa fruchtfliegengrossen schwarzen Monster auf einen. Voellig zielgerichtet und erbarmungslos lassen sie sich durch nichts abhalten. Sobald diese gelandet sind, beissen sie sofort zu. Und das ist nicht wie bei Mosquitos ein kleiner Stich der kaum auffaelt, nein das ist schon ein richtiges Beissen, das jedem mit einem Puls groesser Null die Gesischsmuskeln entgleisen laesst. Und dann wird erbarmungslos gesaugt. Anfangs erinnert der Stich in etwa an Bremsen die sich gerne in Gewaessernaehe aufhalten um man wiegt sich in truegerischer Sicherheit, hat man sich erstmal wieder im Auto oder Wohnung verschanzt. Denn einige Tage spaeter, wenn man die kleinen unmerklichen Stiche fast vergessen hat, fangen diese an bestialisch zu jucken. Wenn man jetzt den Fehler macht sich zu kratzen landet man in der Juckhoelle und man kann gar nicht anderst als sich zu kratzen. Das jucken wird immer schlimmer und raubt einem nicht nur den letzten Nerv sondern auch den Schlaf. Unweigerlich kratzt man sich blutig. Und nach nur wenigen Tagen sehen die Beine aus wie nach einem Fahrradunfall. Schuerfwunden uber das ganze Bein verteilt. Und das ist keines Falls uebertrieben. Auf der Suedinsel trifft man viele, deren Beine vollkommen blutig gekratzt und vernarbt sind. Das einzig gute an der Penetranz mit der die Sandfliegen attakieren ist, dass sie sich nicht verjagen lassen und somit, und im Gegensatz zu Mosquitos, eigentlich immer mit einem gezielten Schlag, noch auf der Haut erledigen lassen. Das ist zumindest eine kleine Befriedigung. Das einzige was wirklich hilft ist die Einnahme von Vitamin B. Allerdings braucht das Vitamin B einige Zeit bis es sich in der Haut bemerkbar macht und so rate ich jedem Neuseelandbesucher bereits vier Wochen vor der Reise damit zu beginnen Vitamin B z.B. als Kapseln zu sich zu nehmen. 

 

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1 Response

  1. Feedbackboy sagt:

    Yo Phil…

    diese Viecher sind Bastarde…ich kenne ihre vermutlich identischen afrikanischen Kumpels…Sandflees…die man auch nicht nur am Strand antrifft.

    Allerdings hält sich mein Mitleid trotzdem irgendwie in Grenzen…
    hehe.

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