Reiter der Apokalypse – Mission accomplished

Bereits an meinem ersten Tag in Ollantaytambo, auf dem Weg zu dem Inka-Pool ist mir am Wegesrand ein Esel aufgefallen. Dieser stand einfach so da und freute sich seines Lebens. Die Freude wollte ich ihm gar nicht nehmen, besagt aber eine Mission von Pedro: „Auf einem Esel durch Peru reitend freche Grimassen schneiden und hier posten“. Schon als wir uns dem Esel näherten war klar, das ist kein geeigneter Kandidat. Der Esel machte uns sehr schnell deutlich, dass er lieber allein gelassen werden will und sich weiter ohne mich auf dem Rücken freuen möchte. Zurück im Hostel erzählte ich Carlos von meiner Mission und nachdem sich abwechselnd Vewunderung, Lachen und Unverständniss durch seine Gesichtszüge gearbeitet haben, griff er zum Telefon. Der Freund eines Freundes hat sich bereit erklärt mir Nachmittags einen Esel gegen einen kleinen Obolus bereitzustellen.

Carlos und ich warteten zur verabredeten Zeit am vereinabrten Ort. Der Sattel lag bereits auf dem Bordstein bereit. Jetzt fehlte nur noch ein williges Maultier. Und wenige Minuten später kam auch schon die halbe Familie mit meinem Reittier um die Ecke. Da niemand englisch sprach, übersetzte Carlos für mich mein Vorhaben, soweit ich verstanden habe zweimal. Und da waren sie wieder die Drei. Verwunderung, Lachen und Unverständniss.

Die zwei Leibwächter im Hintergrund sind absolut notwendig. Das Kind dient nur der Verharmlosung.

Die zwei Leibwächter im Hintergrund sind absolut notwendig. Das Kind dient nur der Verharmlosung.

Meine kurze Frage ob es sich denn um ein ruhiges Tier handle wurde sofort bejaht. Vielleicht hätte ich es ja einfach dabei belassen sollen. Aber neugierig wie ich bin fragte ich auch nach dem Namen des Esels. Ganz nebenbei antwortete der Besitzer, das Tier trägt den Namen „Apocalypse“. Nun ergänzte ich die bekannten Drei um ein vierten Gesichtszug, Angst. Hätte ich vielleicht doch den mir angebotenen Helm nicht vorschnell ausschlagen sollen? Jetzt war es zu spät und Apocalypse, der Besitzer und ich zogen los. Was dann folgte ist relativ schnell erklärt. Auf dem Esel reitend veruschte ich Grimassen zu schneiden, was mit Verlaub gesagt gar nicht so einfach ist, wenn sich die Grimassen nicht ständig wiederholen sollen und das Tier dabei in Bewegung bleiben soll . Viel schwieriger war es jedoch meinen menschlichen Begleiter das von mir ausbaldowerte Drehbuch zu erklären. War er doch mein Kameramann. Grundsätzlich tat er genau das Gegenteilvon dem was ich mir vorgestellt hatte und als ich ihm auch noch zeigte wo man die GoPro an und aus macht, fand er das so toll, das er alle paar Minuten den Knopf drückte. Aber all das mit grenzenlosem Enthusiasmus und kindlicher Freude und dem Resultat dass ich nie wußte ob gerade gefilmt wird oder nicht. Dennoch hab ich alles gegeben und das Resultat könnt ihr euch Nachfolgend ansehen. Und damit schlägt das Reiten auf Apocalypse den Badewannenstöpsel in der Kategorie albern und peinlich um Längen. Aber seht selbst:

Euer apokalyptischer Reiter Phil

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2 Responses

  1. Ulli sagt:

    So eine huebsche Apokalypse! Da kann sich die Menschheit schon freuen!

  2. pedro sagt:

    Ich bin begeistert! Der apokalyptische Mega-Wahnsinn!
    Danke, lieber Krato fürs accomplishen 😀
    Fettkringelfreufreupedro

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